Hunde sind schon seit sehr langer Zeit die treuen Begleiter des Menschen. Früher waren sie jedoch nur das Haustier, der Hirtenhund oder der Wachhund. Mittlerweile sind sie aber auch so etwas wie Arbeitskollegen.
Ob beim Zoll, bei der Bundeswehr, im Rettungsdienst, bei der Polizei oder bei Sicherheitsunternehmen, überall sind die Hunde an vorderster „Front“ dabei. Doch nicht nur der Hund muss die dazugehörige Ausbildung absolvieren, denn auch der Mensch muss eine sogenannte Hundeführerausbildung durchziehen.
Je nach Berufszweig sind die theoretischen und praktischen Unterrichtsstunden in der Hundeführerausbildung unterschiedlich. Doch in erster Linie ist das zu Erlernende für alle Hundehalter gleich. In der Hundeführerausbildung wird das Verhalten des Hundes gelernt. Das Wesen des Hundes wird durchgenommen, so dass der Hundeführer sich einigermaßen in den Hund hinein versetzen kann.
Ebenso ist der Körperbau des Hundes interessant. Auch die Rangordnung ist in der Hundeführerausbildung ein wichtiger Lernstoff. Denn nur wenn die Rangordnung zwischen dem Hundeführer und dem Hund geklärt ist, verläuft die Zusammenarbeit problemlos. Mit klaren Regeln, einer konsequenten Führung und dem richtigen Bindungsaufbau ist die Rangordnung leicht zu klären. Dabei darf jedoch das Lob des Hundes nicht vergessen werden. Denn nur ein glücklicher Hund ist ein lernwilliger und lernfähiger Hund. Der Hundehalter muss erkennen, wie sein Hund sich in verschiedenen Situationen verhält, wie das Lernverhalten des Hundes ist und wie der Hundehalter den Hund durch spielen am besten bestätigen kann.
Erste Hilfe für den Hundeführer
Desweiteren wird in der Hundeführerausbildung gelernt, wie die Erste Hilfe beim Hund erfolgt, wenn er beispielsweise verletzt ist. Im praktischen Teil der Hundeführerausbildung gehen Hundeführer und Hund auf das Trainingsgelände, um das in der Theorie Erlernte nun praktisch umzusetzen. Alltagssituationen werden durchgespielt, wie etwa das Laufen mit dem Hund in großen Menschenmengen, das Verhalten mit dem Hund an öffentlichen Plätzen und Anderes.
Gerade beim Rettungsdienst ist es noch erforderlich, dass der Hundehalter erfolgreich an einem Erste Hilfe Kurs teilgenommen hat. Ebenso muss er sich in der Hundeführerausbildung mit einem Kompass, dem GPS und dem Funk auskennen. Auch das erfolgreiche Lesen von Karten wie etwa Straßenkarten, ist wichtig. Die Wind- und Witterungskunde wird durchgenommen, der Hundeführer muss das Suchgelände gut einschätzen können, um den Hund bestmöglich zu unterstützen.
Hundeführer im Rettungsdienst
lernen in der Hundeführerausbildung außerdem den Umgang mit dem Seil und wie sie sich richtig mit dem Hund abseilen, beispielsweise von einer Felswand.
Hundeführer bei Polizei, Zoll und Bundeswehr
werden mit ihren Hunden in verschiedenen Spezialisierungen ausgebildet. Da wäre beispielsweise die Ausbildung des Drogenspürhundes. Hier bekommt der Hundeführer in der Hundeführerausbildung gezeigt, wie er seinen Hund richtig an Fahrzeuge, in Räume oder an Koffer zu führen hat und wie er den Hund zum schnuffeln animiert.
Das gleiche gilt für Sprengstoffspürhunde. Und dann wäre da noch die Schutzhundausbildung. Hier erhält der Hundeführer in der Hundeführerausbildung die Informationen, wie der Hund geführt werden soll oder wie der Hundeführer den Hund abruft. Außerdem wird hier gelernt, wie der Hund nach erfolgreicher Sicherung vom Gefangenen abläßt und wie er dafür belohnt wird.
Die Hundeführerausbildung für Sicherheitsunternehmen
beinhaltet das erfolgreiche Sichern von Geschäften, Fabrikgeländen und Personen.
Der Hundeführerschein
siehe auch Hundeführerschein.
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